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freestyle.ch Samstag

Moritz schrieb am Sonntag, 23. Oktober 2011 um 11:34:

Am Samstag um 11:00 Uhr ging es endlich los. Das freestyle.ch öffnete seine Tore. Die Vorfreude war natürlich riesig, insbesondere auf die Mini-Mega Ramp. Eins vorweg; der Begrif "Mini" ist bei dieser Rampe sicher fehl am Platz. Insbesondere die riesige Quaterpipe ist beeindruckend. So eröffneten die Skater dann auch den Contest mit der Qualifikation fürs Halbfinale. Das Niveau war von Beginn weg hoch. Jake Brown zeigte Backflips die er nach einigen versuchen auch landen konnte. Piere Luc Gagnon wusste mit technisch starken Tricks über den Kicker und hohen 540s in der Quaterpipe zu überzeugen. Obschon sich 8 der 11 Fahrer für das Halbfinale qualifizierten gab es bereits in der Qualifikation einige Überraschungen. So konnte sich der Altmeister Andy McDonald, der bereits 1998 den zweiten Rang am freestyle.ch holte, nicht für den Halbfinal qualifizieren. Ebenso schaffte es der von uns hoch gehandelte Bob Burnquist nicht ins Halbfinale, vielleicht war im die Rampe einfach zu klein...
Hier findet ihr die Bilder zur Sakte Quali.

Die nächste Disziplin die auf dem Programm stand war FMX. Es ist auch nach einigen Jahren beim Freestyle.ch noch immer verrückt, wenn man die Jungs mit ihren Maschinen durch die Luft fliegen sieht. Unsere schweizer Hoffnung Matt Rebaud war mit einem grossen Handicap am Start, so hatte er sich doch seinen Oberschenkelknochen angebrochen. Für ihn natürlich kein Grund, das freestyle.ch sausen zu lassen. Auch mit einigen "lockeren" Tricks schaffte er die Qualifikation fürs Halbfinale. Allen vorweg fuhr in der Qualifikation Dany Torres, der vor kurzem die X-Fighters Tour gewinnen konnte versuchte seinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen.
Hier siehst du die Action der FMXer.

Nach einer kurzen Show auf der Mega-Ramp, bei der die Skater Unterstützung von den BMXer bekommen haben folgte die Qualifikation der Skifahrer. Hier gab es dieses Jahr neben Elias Ambühl mit Kai Mahler auch einen zweiten Schweizer der ganz vorne mitmischen wollte. Doch neben all diesen jungen Fahrern gab es auch einen alten Hasen der im Starterfeld zu finden war. Kein geringerer als Jon Olsson der kaum noch Wettkämpfe fährt war im Starterfeld zu finden. Jon der sich voll auf seine Alpin Karriere konzentriert, liess es sich nicht nehmen auch beim freestyle.ch zu starten. Dies zeigt mal wieder, dass das freestyle.ch nicht einfach nur ein gewöhnlicher Contest ist, sondern für jeden Fahrer ein ganz besonderes highlite der Wintersaison darstellt. Die beiden Schweizer wussten zu überzeugen und qualifizierten sich mit soliden Sprüngen als dritter und vierter für den Halbfinal. Jon Olsson zeigte zwar ebenfalls double corks, aber konnte diese nicht ganz so sauber landen wie seine jüngeren Mitstreiter und verpasste daher die Qualifikation fürs Halbfinale. Gewonnen wurde die Quali vom Neuseeländer Jossi Wells der mit seiner Familie dem Winter hinterher reist und welcher ein guter Freund von Elias Ambühl ist.
Was bei den Freeskieren abgegangen ist unter diesem Link

Als letzte Sportart folgte die "Köngisdisziplin" (zumindest aus unserer Sicht) das Snowboarden. Auf Grund einiger Verletzungen bekam der Schweizer Jan Scherrer seine Chance beim freestyle.ch. Er und Pat Burgener versuchten alles um sich ebenfalls fürs Halbfinale zu qualifizieren, jedoch sitzen bei den beiden die ganz harten Tricks noch nicht hundertprozentig und so reichte es leider nicht für die Qualifikation. Ebenso reichte es auch dem Kanadier Mark McMorris, einem der Topfavoriten und seines Zeichen Sieger des Slopestyles an den NZ Open, als neunter ganz knapp nicht zur Qualifikation. Vielleicht hängt dies damit zusammen, dass Mark am Abend zuvor spätnachts noch an der Riders Welcome Party gesichtet wurde.
Ebenfalls nicht zur Qualifikation hat es dem Schweizer Iouri Podlatschikov gereicht. Als Half Pipe Spezialist hat er beim Big Air a priori einen schwereren Stand. Bei seinem zweiten Versuch einen bs double Rodeo zu landen verlor er die Kontrolle in der Luft und landete hart auf seinem Rücken. Jedoch verletzte sich Iouri nicht schwer dabei.
Dominiert wurde der Contest von der jungen Big Air und Slopestyle Fraktion, bestehend aus Seppe Smiths, Stale Sandbech, Seb Toutant, Torgeir Bergrem und Roope Tonteri. Ganz vorne mitmischen konnte auch der Schweizer Christian Haller, der seine Sprünge sauber landen konnte. Das Publikum sofort auf seiner Seite hatte der Isländer Halldor Helgason bei seinem ersten Start am freestyle.ch. Halldor der vorallem durch seine Webclips mit Helgasons.com einen grossen Bekanntheitsgrad hat landete auf dem zweiten Platz. Doch zu forderst platzierte sich der älteste Teilnehmer des Freestyle.ch, Marko Grilc, der mit seinen 28 Jahren den jungen Wilden aufgezeigt hat, dass mit ihm noch immer zu rechnen ist.
Alle Action der Snowboarder gibts hier.

Am Abend folgte dann nach dem Lil John Konzert die berühmt berüchtigte Crossover Session. Da es für die Skater zu feucht war, sprangen die BMXer kurzerhand für sie ein. Nach den verrückten Trains und Combo Sprüngen folgten dann die vier kleinen Finals, bei denen sich dieses Jahr aus allen Sportarten Fahrer qualifizieren konnten. So waren das bei den BMXern Vince Byron, der im Finale eine Backflip double Tailwhip und einen riesigen Flair in der Quater zeigte. Für die Skifahrer dabei war der junge Schweizer Kai Mahler, der seinen double misty 12 im Finale zeigen konnte. Bei den FMXer war Tom Pagès der Mann der Stunde und trumpfte mit einem Body Varial auf. Dabei dreht sich für einmal nicht das Motorrad sondern der Fahrer macht eine Drehung in der Luft. Bei den Snowboardern zeigte Seb Toots einen riesigen double bs Rodeo 10, einen Sprung bei dem man eigentlich gar nicht wissen kann wo man sich in der Luft genau befindet.
Es war also wieder am Publikum zu entscheiden, welcher der Fahrer den Sieg am meisten verdient hat, von den Sprüngen her wäre dieses Jahr wirklich jeder ein verdienter Sieger gewesen. Doch nach langem Applaus entschied sich das Publikum für den BMXer Vice Byron welcher bei der Premiere der Mini-Mega Ramp gleich einen Sieg für sie einfahren konnte.



Danach gings ab an die berühmt berichtigten Afterpartys um sich von dem verrückten Tag zu erholen.