Freestyle.ch recap
So gross die Vorfreude war so schnell ist das Freestyle.ch auch schon wieder vorbeigegangen. Es gab dieses Jahr wieder zahlreiche highlites welche den Event zu einem unvergesslichen Wochenende gemacht haben. Doch fangen wir ganz von vorne an.
Am Mittwoch, als die Aufbauarbeiten noch in vollem Gange waren, hatten wir die Möglichkeit das Gelände zu besichtigen und die Arbeiten zu verfolgen. Was uns während der ganzen Zeit auf dem Gelände aufgefallen ist, ist der gemütliche Umgang der Arbeiter untereinander. Trotz des grossen Zeitdrucks welcher auf allen lastete war niemand der Hektik verfallen, es wurde überall gewitzelt und kleine Scherze gemacht. Nach dem Rundgang durchs Gelände wechselten wir noch einige Worte mit Reto Kestenholz und Andri Ambühl, welche für Fragen der Journalisten zur Verfügung standen. Andri zeigte sich noch skeptisch gegenüber dem zum Vorjahr leicht veränderten Kicker und war nicht 100 Prozentig sicher ob er optimal funktionieren würde. ?The Riders are the Rockstars?, auf das diesjährige Motto angesprochen antwortete Reto, dass es sehr wohl auf viele der Teilnehmer zutreffen würde, vorallem die FMXer, er jedoch könne sich nur Teilweise damit identifizieren, da er doch eher ein ruhiger Zeitgenosse sei.
Am Freitagabend startete dann der Event mit den ersten Gruppen in der Qualifikation. Für die Auslosung der Teilnehmer in die beiden Startgruppen haben sich die Organisatoren dieses Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen. Im Kindergarten von Pontresina liessen sie eine Gruppe Kindergärtner die einzelnen Teilnehmer für die beiden Startgruppen vom Freitag und vom Samstag ziehen. Das Video dazu gibts unter folgendem Link zu sehen:
http://mag.freestyle.ch/articles/mediacenter/1375
Am Samstagabend stand mit der Crossoversession der erste Höhepunkt des freestyle.ch an; der Wettkampf der vier Disziplinen Snowboard, Freeski, Fmx und Sakteboard. Die Zuschauer konnten durch ihren Applaus bestimmen, welcher der jeweiligen Athleten es in den Superfinal schaffte. Unter den vier Finalisten befanden sich auch zwei Schweizer: Der Zürcher Lokalmatador Iouri Podlatschikov konnte sich mit einem perfekten bs double Rodeo qualifizieren, der andere Schweizer, der maseiner Elias Ambühl zeigte einen perfekten switch double cork 10 und schaffte damit den Einzug ins superfinal. Die beiden andern Teilnehmer waren der Vorjahressieger Sandro Dias sowie der FMXer Dani Torres. Elias konnte seinen switch double cork 10 leider nicht stehen und war sichtlich enttäuscht. Somit lag die Entscheidung des Publikums zwischen Sandro Dias und Iouri Podlatschikov (die FMXer habe wohl nie eine Chance an der Crossover Session). Mit tobendem Beifall der tausenden Fans gewann der Zürcher Iouri Podlatschikov die Crossover Session und konnte damit seinen Heimvorteil ausnutzen.
Am Sontag folgten dann die Finals der verschiedenen Kategorien. Bei den Freeskiern sowie bei den Snowboardern war das Niveau in den Sessions extrem hoch. Fast jeder sprang perfekte double flips und konnte seine Sprünge mit viel Style landen.
Bei den Freeskieren schaffte der 17 Jährige Elias Ambühl erneut mit einer herausragenden Leistung den Einzug ins Superfinal und konnte dort seinen switch double cork 10 perfekt stehen. Er musste sich nur Sammy Carlson geschlagen geben, welcher einen superstylischen double cork 10 landetet. Damit sehen die Top 4 des freestyle.ch im Freeski folgendermassen aus:
- 1. Sammy Carlson
- 2. Elias Ambühl
- 3. Andreas Hatveit
- 4. Jon Olsson
Nun zum Superfinal der Snowboarder, auch hier schafften es die Schweizer ganz vorne mitzufahren. Gleich zwei der 4 Plätze im Superfinale wurden von den Schweizern Iouri Podlatschikov und Hitsch Haller erobert. Iouri konnte seinen winnig trick vom Vorabend leider nicht mehr stehen und wurde nur undankbarer vierter. Hitsch zeigte einen perfekten fs 1080, konnte aber selbst damit nicht in die Entscheidung eingreifen. Den Eero Ettala und der 16 Jährige Seb Touts waren an dem Tag einfach nicht zu schlagen. Seb Touts (übrigens der Geheimfavorit unserer Redaktion, siehe alte news) zeigte seinen signature trick den bs double cork 10 (toutsie roll), mit welchem er schon das ganze Wocheende überzeugen konnte, in perfekter Ausführung. Doch einer war an diesem Wochenende einfach besser als alle andern. Eero Ettala zeigte das gesamte Finale über extrem anspruchsvolle technische Tricks kombiniert mit einer Menge style. Auch im Superfinale zeigte er einen perfekten 1080 welcher zwar vom Moderator und allen andern als double cork bezeichnet wurde, jedoch eigentlich keiner war. Das typische Element des double cork, das zweimalige Überkopf drehen wärend dem Sprung, war beim besten Willen nicht zu erkennen. Unabhängig davon war Eero an diesem Tag einfach ein Klasse besser als alle anderen und hat verdient gewonnen.
Top 4 Snowboard:
- 1. Eero Ettala
- 2. Seb Toutant
- 3. Christian «Hitch» Haller
- 4. Iouri Podladtchikov
Amp-freestyle.ch blickt auf ein super Wochenende zurück. Wir hatten eine Menge Spass und möchten uns bei allen bedanken, die das Wochenende mit einem amp-shirt unterwegs waren oder uns sonst in einer Art unterstützt haben. Ihr seid die Besten, Rockt weiter! Natürlich kommt an diesem Punkt für gewöhnlich die Wehmut, dass es wieder ein ganzes Jahr bis zum nächsten freestyle.ch dauert. So nicht dieses Jahr, wie ihr ja wisst hat amp-freestyle auch ein team in Berlin, was es für uns zur Ehrensache macht auch nach Berlin ans freestyle.berlin zu reisen. In diesem Sinne macht euch bereit für Bilder und News direkt aus der Hauptstadt Deutschlands!

